Das Karussell der Gedanken

Das Karussell der Gedanken

Eingereicht von Taija am Freitag, Februar 2, 2018 - 03:34.
Gedanken
Anspannung
Schlaf
Schreiben

Es ist 7:15 Uhr morgens. Die Nummern des Telefondisplays sehen sie beschwerlich an. Sie liegt seit zwei Stunden im Bett. Sie ist eigentlich sehr müde, aber die Gedanken und die Anspannung lassen sie nicht schlafen. Die Tage davor hat sie auch nicht viel geschlafen. Das passiert oft.

Sie denkt darüber nach, was sie tun will und was sie tun soll. Sie denkt darüber nach, was sie nicht tun kann. Sie geht alle Szenarien in ihrem Kopf durch und macht einen Plan für alles. Sie kann nichts dafür. Kontrolle ist alles, was sie hat, und die Selbständigkeit ihrer Gedanken lässt sie nicht ruhen und die Anspannung wächst.

Also tut sie das Einzige, was sie tun kann. Sie steht auf, geht ins Badezimmer und dreht die Dusche auf. Das Wasser ist zu heiß, aber sie geht trotzdem drunter. Es hilft gegen Anspannung und sie mag die Wärme. Alles ist besser, als zu kalt zu duschen.

Sie hat lange geduscht. Sie weiß nicht, wie lange. Sie hat die Zeit aus den Augen verloren und sie denkt immer noch nach. Sie will die Gedanken und Anspannungen aufhalten. Aber das kann sie nicht.

Sie zieht sich an und geht vor ihrer Haustür. Es ist viel zu kalt. "Das ist gut."", denkt sie sich, Dann fängt sie an zu laufen. Ihr ist eiskalt. Sie ignoriert es. Sie bewegt sich schnell. Die Beine fangen an zu schmerzen. "Das ist auch gut.", denkt sie sich. Sie fährt noch lange fort. Sie bewegt sich so lange, bis ihre Beine zittern und schmerzen. Dann geht sie wieder zurück. Sie ist immer noch in Gedanken gefangen.

Als sie nach Hause kommt, ist sie müde und erschöpft. Sie legt sie wieder ins Bett, kann aber immer noch nicht schlafen. Sie liegt eine Weile da und versucht es wirklich, aber die Gedanken verlassen sie nicht.

Also steht sie wieder auf. Und fährt ihren PC hoch. Schließlich hat sie eine lange Liste von Dingen und Regeln, die sie sowieso zu tun hat. Sie wird kreativ und macht ein Bild für sich selbst. Sie hat es schon vor langer Zeit verschieben lassen. Sie mag, was sie geschaffen hat. Das passiert selten. Aber die Gedanken lassen sie immer noch nicht los. Sie schaut auf die Computeruhr. Es ist fast Mittag. "Ich habe einen halben Tag vergeudet.", sagt sie zu sich selbst. Dann öffnet sie Word auf ihrem Computer und beginnt zu schreiben:

Es ist 7:15 Uhr morgens. Die Nummern des Telefondisplays sehen sie beschwerlich an. Sie liegt seit zwei Stunden im Bett. Sie ist eigentlich sehr müde, aber die Gedanken und die Anspannung lassen sie nicht schlafen.

 

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